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Freitag, 16. Juni 2006
Patriotismus
the only jan, 22:38h
Es ist schon faszinierend, dass plötzlich an allen Ecken darüber diskutiert wird, ob man denn jetzt wieder stolz sein darf, Deutscher zu sein.
Darf man Deutschland mögen? Natürlich. So schlecht ist es hier ja garnicht. Wir sind im Sport gut dabei, technologisch ganz weit vorne und es gibt hier Gegenden, in denen man Nachts auf die Straße gehen kann ohne Angst zu haben. Außerdem kommt aus Deutschland das beste Bier und der beste Weißwein der Welt.
Darf man Deutschland lieben? Wenn es denn möglich ist, ein Land zu lieben, darf man auch das. Gerade wenn man hier aufgewachsen ist, gibt es doch eine enge nostalgische Bindung an die Heimat. Das Gefühl, zu Hause zu sein, sollte jeder ohne schlechtes Gewissen genießen können.
Darf man stolz auf Deutschland sein? Wenn man denn unbedingt möchte, darf man das wohl. Schließlich bezahlt man mit seinen Steuern den ganzen Spaß ja mit. Man hält auf der Arbeit mit unbezahlten Überstunden die Wirtschaft am laufen und kurbelt die Gastronomie an, wenn man sich am Wochenende aus Frust darüber die Rübe zuballert.
Darf man stolz sein, Deutscher zu sein? Das ist natürlich blanker Unsinn. So toll dieses Land auch sein mag. Einer ungewöhnlich großen Leistung bedarf es nicht, hier und nicht irgendwo anders geboren zu werden. Viel schlimmer: Durch die Implikation, dass es etwas besonderes sei, Deutscher zu sein, wertet man andere Nationalitäten ab und rückt sich genau in die Ecke, in die man doch eigentlich garnicht will.
Ich selbst finde Deutschland jetzt nicht so uneingeschränkt toll, dass ich behaupten würde, dieses Land zu lieben. Ich bin mir aber darüber im Klaren, dass es hier weitaus schlimmer sein könnte.
Der tolle Patriotismus, den einige Medien jetzt entdeckt haben, ist in erster Linie ein reiner Fußball-Patriotismus und wird wieder verschwinden, wenn die Bundesligasaison wieder anfängt und die Nationalmannschaft die EM-Qualifikation spielt. Dann heißt es wieder "Schalke gegen Dortmund", "Werder gegen den HSV" und "alle gegen die Bayern" und es wird wieder die gleichen Diskussionen und Miesmachereien geben, die es schon so lange gibt, wie ich Fußball zurückverfolgen kann.
Darf man Deutschland mögen? Natürlich. So schlecht ist es hier ja garnicht. Wir sind im Sport gut dabei, technologisch ganz weit vorne und es gibt hier Gegenden, in denen man Nachts auf die Straße gehen kann ohne Angst zu haben. Außerdem kommt aus Deutschland das beste Bier und der beste Weißwein der Welt.
Darf man Deutschland lieben? Wenn es denn möglich ist, ein Land zu lieben, darf man auch das. Gerade wenn man hier aufgewachsen ist, gibt es doch eine enge nostalgische Bindung an die Heimat. Das Gefühl, zu Hause zu sein, sollte jeder ohne schlechtes Gewissen genießen können.
Darf man stolz auf Deutschland sein? Wenn man denn unbedingt möchte, darf man das wohl. Schließlich bezahlt man mit seinen Steuern den ganzen Spaß ja mit. Man hält auf der Arbeit mit unbezahlten Überstunden die Wirtschaft am laufen und kurbelt die Gastronomie an, wenn man sich am Wochenende aus Frust darüber die Rübe zuballert.
Darf man stolz sein, Deutscher zu sein? Das ist natürlich blanker Unsinn. So toll dieses Land auch sein mag. Einer ungewöhnlich großen Leistung bedarf es nicht, hier und nicht irgendwo anders geboren zu werden. Viel schlimmer: Durch die Implikation, dass es etwas besonderes sei, Deutscher zu sein, wertet man andere Nationalitäten ab und rückt sich genau in die Ecke, in die man doch eigentlich garnicht will.
Ich selbst finde Deutschland jetzt nicht so uneingeschränkt toll, dass ich behaupten würde, dieses Land zu lieben. Ich bin mir aber darüber im Klaren, dass es hier weitaus schlimmer sein könnte.
Der tolle Patriotismus, den einige Medien jetzt entdeckt haben, ist in erster Linie ein reiner Fußball-Patriotismus und wird wieder verschwinden, wenn die Bundesligasaison wieder anfängt und die Nationalmannschaft die EM-Qualifikation spielt. Dann heißt es wieder "Schalke gegen Dortmund", "Werder gegen den HSV" und "alle gegen die Bayern" und es wird wieder die gleichen Diskussionen und Miesmachereien geben, die es schon so lange gibt, wie ich Fußball zurückverfolgen kann.
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Musik an! Party-Shirt bügeln! Bier in den Kühlschrank!
the only jan, 21:09h
Es ist Freitag. Wunderbar. Das heißt, heute Abend geht es wohl ins W. Das ist meine Stammdisco am Freitag. Das Personal kennt mich, die Musik ist in Ordnung und ich treffe fast immer noch andere Bekannte, mit denen ich feiern kann.
Allerdings wird es auch mal wieder Zeit, dass sich in Sachen Frauen etwas tut. Dann aber bitte schön locker und des Spaßes wegen und nicht so ein verkrampftes "Ein bisschen kennenlernen müssen wir uns jetzt aber schon noch, bevor wir rumknutschen können".
Entweder wir lernen uns kennen, weil wir uns kennen lernen möchten, oder wir trinken was, gehen tanzen und knutschen dann rum. Ob es später dann noch Sex gibt, werden wir dann schon feststellen - in beiden Fällen.
Ach und übrigens: Wenn du tanzen willst und möchtest, dass ich mitkomme, dann sag nicht "Ich geh jetzt mal tanzen" und renn los! Sag lieber "Ich hab Lust zu tanzen", steh auf und warte bis ich es kapiert habe! Das kann auch mal zwei Sekunden dauern. Wenn du willst, dass ich sofort schalte, bring mich nicht vorher dazu, Tequila oder so zu trinken!
Oh, und eins noch: Dass fast alle Männer ein Problem damit haben, wenn Frauen sie ansprechen, stimmt nicht. Wir nehmen uns dann nur einfach das Recht, zumindest ein bisschen wählerisch zu sein. Umgekehrt ist das ja schließlich nicht anders.
Allerdings wird es auch mal wieder Zeit, dass sich in Sachen Frauen etwas tut. Dann aber bitte schön locker und des Spaßes wegen und nicht so ein verkrampftes "Ein bisschen kennenlernen müssen wir uns jetzt aber schon noch, bevor wir rumknutschen können".
Entweder wir lernen uns kennen, weil wir uns kennen lernen möchten, oder wir trinken was, gehen tanzen und knutschen dann rum. Ob es später dann noch Sex gibt, werden wir dann schon feststellen - in beiden Fällen.
Ach und übrigens: Wenn du tanzen willst und möchtest, dass ich mitkomme, dann sag nicht "Ich geh jetzt mal tanzen" und renn los! Sag lieber "Ich hab Lust zu tanzen", steh auf und warte bis ich es kapiert habe! Das kann auch mal zwei Sekunden dauern. Wenn du willst, dass ich sofort schalte, bring mich nicht vorher dazu, Tequila oder so zu trinken!
Oh, und eins noch: Dass fast alle Männer ein Problem damit haben, wenn Frauen sie ansprechen, stimmt nicht. Wir nehmen uns dann nur einfach das Recht, zumindest ein bisschen wählerisch zu sein. Umgekehrt ist das ja schließlich nicht anders.
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Freitag, 16. Juni 2006
5
the only jan, 01:36h
Wo ich links bei der Werbung gerade "Illuminati" sehe: Achtet mal auf die Uhrzeit beim vorherigen Beitrag!
Nicht dass mich das beunruhigen würde, aber vielleicht ja euch.
Nicht dass mich das beunruhigen würde, aber vielleicht ja euch.
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... und alle machen mit.
the only jan, 01:23h
Es gibt bei mir so eine kritische Masse an Leuten, die etwas eher als ich toll finden müssen, damit ich es erstmal doof finde. So kommt es, dass ich nie Harry Potter gelesen habe, kein Radio mehr höre und von vielen Fernsehserien bestenfalls den Titel kenne.
Blogs haben diese kritische Masse längst überschritten. Ich stehe der ganzen Blog-Welt mit einer gehörigen Portion Skepsis gegenüber und habe sie erstmal in die Ecke sortiert, in der sich auch Ebay, Tripod und neuerdings Youtube tummeln.
Vielleicht sollte ich zu Tripod etwas sagen. Ich habe dort (oder einem ähnlichen Anbieter, Tripod ist mir halt als erstes eingefallen) irgendwann vor vielen Jahren mal meine ersten Homepage-Gehversuche gemacht. Damals begann die große Internet-Revolution gerade so im Ansatz zu grummeln und jeder glaubte, mit seinem nagelneuen Modem auch die Pflicht erworben zu haben, sich eine Homepage anzulegen. Die Ergebnisse reichten so ungefähr von ziemlich schlecht bis ultimativ furchtbar: Bunte, große Buchstaben auf farblich dissonantem Hintergrund und Bilder von Haustieren und Kindern neben Logos der Lieblingsbands. Dazu animierte GIFs, Herzchen-Deko und natürlich das unvermeidbare "Under Construction" mit Baustellen-Schild.
Den qualitativen Vergleich mit manchen Blogs genauer auszuführen, schenke ich mir einfach mal.
Warum habe ich trotzdem dieses Blog eröffnet? Ich bin älter geworden, ich bin klüger geworden, aber ich wehre mich mit respektablem Erfolg gegen jede Form von Weisheit, die sich meiner bemächtigen will. Ich bin eben immernoch ein kleines Kind, das alles mal anfassen und ausprobieren möchte.
Blogs haben diese kritische Masse längst überschritten. Ich stehe der ganzen Blog-Welt mit einer gehörigen Portion Skepsis gegenüber und habe sie erstmal in die Ecke sortiert, in der sich auch Ebay, Tripod und neuerdings Youtube tummeln.
Vielleicht sollte ich zu Tripod etwas sagen. Ich habe dort (oder einem ähnlichen Anbieter, Tripod ist mir halt als erstes eingefallen) irgendwann vor vielen Jahren mal meine ersten Homepage-Gehversuche gemacht. Damals begann die große Internet-Revolution gerade so im Ansatz zu grummeln und jeder glaubte, mit seinem nagelneuen Modem auch die Pflicht erworben zu haben, sich eine Homepage anzulegen. Die Ergebnisse reichten so ungefähr von ziemlich schlecht bis ultimativ furchtbar: Bunte, große Buchstaben auf farblich dissonantem Hintergrund und Bilder von Haustieren und Kindern neben Logos der Lieblingsbands. Dazu animierte GIFs, Herzchen-Deko und natürlich das unvermeidbare "Under Construction" mit Baustellen-Schild.
Den qualitativen Vergleich mit manchen Blogs genauer auszuführen, schenke ich mir einfach mal.
Warum habe ich trotzdem dieses Blog eröffnet? Ich bin älter geworden, ich bin klüger geworden, aber ich wehre mich mit respektablem Erfolg gegen jede Form von Weisheit, die sich meiner bemächtigen will. Ich bin eben immernoch ein kleines Kind, das alles mal anfassen und ausprobieren möchte.
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Der obligatorische erste Beitrag
the only jan, 00:27h
Irgendwann schreibt ihn jeder mal. Das ist jetzt meiner.
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